10 Gründe für die Angst vor Aktien

 

... hat eine Studie (ING, Comdirect und Consorsbank 2020) erfragt.

Eines vorweg: Vielfach ist die Angst vor Investments völlig unbegründet und liegt sehr oft an fehlendem oder mangelndem Wissen!

38 % der Deutschen haben 2020 über eine Aktienanlage nachgedacht, doch nur 12% haben tatsächlich in Aktien investiert! Warum?

(Die Einstellungen der Deutschen zu Geld sind jenen der Österreicher:innen sehr ähnlich, weshalb die Aussagen wohl auch bei uns gelten.)


7%: Mein Berater hat mir davon abgeraten

Unglaublich, dass es so etwas heute noch gibt (geben darf)! Auch hier gilt wahrscheinlich: Zu wenig Wissen…

Generell empfehle ich Privatanlegern, lieber in Investmentfonds oder ETF zu investieren. Da ist von Beginn an eine Vielzahl an Aktientiteln enthalten, was wesentlich weniger Risiko bedeutet.


8%: Ich weiß nicht, wo ich mich über Aktien informieren kann

Es gibt eine Reihe guter Informationsquellen, z.B. www.wienerboerse.atwww.oenb.atwww.boerse.de u.v.A.m., oder auch www.zepcon.at, wo du neben hilfreichen Informationen auch einfach aufgebaute und verständliche Videos findest! ;-)


10%: Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit

Das kann ich nachvollziehen, v.a. als Neuling macht man oft schwerwiegende Fehler (siehe auch hier!); das ist nur menschlich und ein oft beobachtbares Phänomen.

Hier hilft die Beratung und Betreuung durch Profis!

Neben der Erfahrung ist es v.a. der 'unvoreingenommene' Blick von außen, der dabei unterstützt, auch in schwierigen Situationen nicht die Nerven zu verlieren oder sogar auch antizyklisch, d.h. gegen den Trend, zu agieren.


15%: Das traue ich mir nicht zu

Ich denke, diese Antwort hängt u.a. auch mit den Antworten 1 – 3 zusammen. Mit einem guten Anlageberater musst du nicht gleich alles wissen und kannst ständig ‚mitlernen‘. Kannst, musst du aber nicht, denn schließlich hast du auch anderes zu tun!


15%: Ich wollte nicht in langfristige Anlagen investieren

Das ist ein besonders wichtiger Punkt! Investments sind ausschließlich für mittlere und lange Fristen gedacht. Was viele Menschen nicht bedenken ist, dass meist nie ihr gesamtes Vermögen in der kurzen Frist (1 – 3 Jahre) verplant ist. Hier hilft es, sich mit den eigenen Zielen und Wünschen ein wenig intensiver zu beschäftigen und bspw. auf einem Zeitstrahl darzustellen. In der Regel ist der überwiegende Teil dann doch eher langfristig zu betrachten… Und nur dieser Teil sollte auch veranlagt werden, d.h. es geht nie um dein ganzes Geld!


18%: Keine Zeit, mich damit zu beschäftigen

Musst du auch nicht! Es ist, wie schon in Punkt 4 erläutert, schließlich die Aufgabe eines guten Beraters, das für dich zu erledigen oder dich zumindest dabei zu unterstützen! Und nachdem Aktieninvestments immer auch längerfristig gedacht sind, ist es oft besser, wenn du weniger Zeit damit verbringst, die Kurse zu studieren. Das bringt nichts und verleitet zu (noch) mehr ängstlichem Verhalten!


18%: Ich wüsste gar nicht, welche Aktien ich kaufen sollte

Wenn du es nicht weißt, lass dir ein breit aufgestelltes internationales Portfolio zusammenstellen! Wenn du eigene Ideen oder Vorlieben hast, dann wird dein Berater dies bei der Zusammenstellung berücksichtigen. Es sei hier noch einmal erwähnt: besser in Investmentfonds oder ETF investieren, dann kann nicht mehr viel schief gehen!


22%: Dafür habe ich kein Geld übrig

Das ist dann natürlich ein wirkliches Hindernis!

Wenn das Einkommen oder Vermögen zu gering ist, dann solltest du zunächst versuchen, ohne Schulden über die Runden zu kommen. 

 

Im nächsten Schritt sorge bitte für 'finanzielle Sicherheit' und erst dann mach dir bitte Gedanken über Veranlagungen! 

Allerdings beschäftigen sich viele Menschen zu wenig mit Ihren Finanzen, haben mitunter auch noch nie einen Haushaltsplan – eine detaillierte Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben – erstellt. Ein solcher hilft schon enorm, das eigene Verhalten zu hinterfragen. 

 

Ein weiteres Hindernis ist sehr oft ein fehlendes Ziel: Denn ‚wenn du nicht weißt, wohin du möchtest, wirst du dort auch nie ankommen!‘ Hand aufs Herz: Hast du dich überhaupt schon einmal gefragt, wohin du möchtest, d.h. welche Ziele und Träume du hast? Das ist leider im deutschsprachigen Raum nur selten üblich. Erlaube dir diese Frage, auch wenn sie zunächst ungewohnt erscheint! 

 

Wenn du dann weißt, wohin du möchtest, gilt es herauszufinden, was du dafür tun musst. Und wenn du deine Ziele erreichen möchtest, dann solltest du diesen die höchste Priorität geben! Bezahl dich selbst zuerst, erst danach danach solltest du übriges Geld verjubeln…

Die Erstellung eines Finanzplans ist die wichtigste Aufgabe eines guten Beraters!


28%: Habe Angst, die falschen Aktien zu kaufen

Die Auswahl der EINEN richtigen Aktie ist fast unmöglich – selbst für langjährige Profis! Die 'falschen Aktien' bedeutet wohl meist die Angst vor sinkenden Kursen oder gar Totalausfällen. Auch an dieser Stelle gilt meine Empfehlung, lieber in Investmentfonds oder ETF zu investieren. Da ist die Wahrscheinlichkeit von Totalausfällen wesentlich geringer (gegen Null!) und selbst wenn dies einmal passieren sollte, dann trifft es einen von vielen (meist 50 – 150) Titeln bei nur einem Fonds.

Jetzt stell dir ein Portfolio aus 10 bis 20 Fonds oder ETF vor: da hast du zwischen 500 und 3.000 verschiedene Aktien. Sollte ein, vielleicht auch zwei oder drei, Unternehmen ausfallen, ist das ärgerlich, aber kaum spürbar…


31%: Habe Angst, mein Geld zu verlieren

Diese Angst kann ich verstehen. Du kannst sie jedoch überwinden, wenn du 

  • dein Risiko streust, d.h. nicht alles auf eine Karte setzt. Das ist bei Investitionen in Investmentfonds oder ETF automatisch der Fall! Wenn du sogar mehrere Fonds/ETF hast, kann so gut wie nichts mehr passieren… 

  • deine kurzfristigen Ausgaben sorgfältig planst. Dann hast du immer genügend liquide Reserven und musst auch in schlechten Börsenphasen deine Anteile nicht zu schlechten Kursen verkaufen. 

  • langfristig denkst. Investments sind nichts für die kurze Sicht! Historisch betrachtet, gibt es kaum einen 10 Jahres-Zeitraum, wo ein breites Aktieninvestment im Minus gewesen wäre. Schwankungen an den Börsen sind völlig normal und auch 'Crashes' gibt es immer wieder! Doch trotz all dieser Schwankungen liegt die langjährige durchschnittliche Rendite von entwickelten Aktienmärkten bei 6 – 9 % p.a.!