Vorsorge ist vielseitig

Vorsorgen um später keine Sorgen zu haben


Vorsorge bedeutet meist langfristiges Sparen

Unter Vorsorge versteht man meist langfristiges Sparen, v.a. für die eigene Pension. 

Wenn wir uns an diese Definition halten wollen, dann gibt es viele Überschneidungen mit 'nachhaltig investieren'. Gerade Depots sind hervorragend dazu geeignet, für längerfristige Ziele vorzusorgen.

Es gibt allerdings zwei wichtige Punkte, die auch für eine Vorsorge in Form einer Lebensversicherung sprechen könnten:

  1. Kapitalertragsteuer (KESt): Solange es KESt auf Erträge von Wertpapieren gibt, sollte man bei großen Anlagehorizonten (> 15 Jahre) auch die fondsgebundene Lebensversicherung in Betracht ziehen, denn die ist völlig KESt-frei.

  2. Langlebigkeitsrisiko: Wir werden immer älter - gut so: Im Durchschnitt leben wir alle 10 Jahre ungefähr drei Jahre länger. Wie alt werden wir also wirklich? Je länger wir leben, umso größer wird das Risiko, dass das angesparte Kapital nicht mehr ausreicht. Nur eine Lebensversicherung garantiert eine lebenslange Rente, egal wie alt man werden sollte. Das ist bspw. bei Kindern und jungen Menschen ein riesen Thema.

Welches Vorsorgemodell zu dir passt, auch welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Lösungen haben, erfährst du in einem ausführlichen Gespräch.


Vorsorge bedeutet auch Immobilieninvestments

 

Immobilien genießen einen hervorragenden Ruf. Sie gelten als sicher, inflationsgeschützt und die große Nachfrage sorgte in den letzten Jahren für satte Preissteigerungen. 

Allerdings sind sie nicht beweglich ('immobil'), nicht liquide und idR. mit hohen Nebenkosten verbunden. Daher sollte man neben den Vorteilen auch die Nachteile von Immobilien kennen - auch deren Risiken, die gerne ausgeblendet werden.


Die eigene Immobilie als Vorsorge

 

Natürlich kann man auch die eigene Immobilie als eine Art Vorsorge betrachten. Schließlich fällt ja keine Miete an. Betriebskosten und Eigentümerabgaben kennt man meist sehr gut. Wer wohnt nicht gerne im 'eigenen' Heim?

Die Wohnimmobilie unterliegt daher anderen Regeln als andere Immobilieninvestments: die Preisentwicklung spielt eine untergeordnete Rolle, die eigenen Wünsche betreffend Lage, Größe des Wohnraums, Ausstattung und Garten stehen im Vordergrund. Wichtiger sind schon Qualität und Baujahr, denn Instandhaltung und Renovierung fallen irgendwann an, werden aber meist zu wenig beachtet.


Klassische Vorsorgeimmobilien

 

Immer mehr Menschen kaufen eine Immobilie, um sie zu vermieten. Dadurch erhält man eine Art 'passives Einkommen' die womöglich sogar noch die Raten einer allfälligen Finanzierung abdecken. Darüber hinaus ermöglichen sie v.a. bei Menschen mit höherem Einkommen eine Optimierung der Steuern. So könntest auch du dir deine Vorsorgeimmobilie von deinen Mieter:innen bezahlen lassen und hast eventuell noch nach vielen Jahren einen zusätzlichen Vorteil durch Preissteigerungen.

Klarerweise gelten für klassische Vorsorgeimmobilien etwas andere Regeln als für die eigene Wohnimmobilie: Sie müssen in erster Linie Mieter:innen gefallen, damit sie möglichst immer vermietet sind. Dabei ist v.a. die Lage in Bezug auf Nahversorgung, Verkehrsanbindung, Arbeitsort, Ausbildungsstätten und Kinderbetreuung entscheidend. Größe und Ausstattung der (meist) Wohnungen richten sich nach dem Bedarf der Mieter:innen und fallen meist erheblich kleiner (35 - 55 m²) bzw. einfacher aus , schließlich sollen sie leistbar sein. 

Vorsorgewohnungen

Bei Vorsorgewohnungen erwirbst du eine bestimmte Wohnung zur Vermietung. Oft werden Vorsorgewohnungen auf der grünen Wiese errichtet und sind so nicht unbedingt als 'nachhaltig' zu bezeichnen. Dafür unterliegen sie meist nicht dem Mietrechtgesetz (MRG), d.h. die Mieten sind frei vereinbar. Beispiele findest du u.a. hier.

Bauherrenmodelle

Bei einem Bauherrenmodell wirst du meist Teilhaber an einer Gesellschaft zur Sanierung bzw. zum Neubau von ganzen Häusern. Vor allem in Wien ist dies auch im Sinne der Stadtentwicklung, weshalb Bauherrenmodelle idR. gefördert sind. Im Gegenzug gibt es einen Mietendeckel, d.h. eine Obergrenze für Mieten. Beispiele findest du u.a. hier.

Bei Vorsorgeimmobilien spielen also andere Kriterien die Hauptrolle: Leerstand, Rendite und Preisentwicklungen. Auch etwaige Risiken fallen stärker ins Gewicht. Ich arbeite mit zahlreichen prämierten Anbietern zusammen und kann dir deshalb eine große Auswahl an Vorsorgeimmobilien anbieten. Wie du siehst erfordert die Entscheidung eine ausführliche Beratung!


Immobilien - Investmentfonds

 

Wenn dir die Sicherheit von Wertentwicklung und Rendite wichtig ist, du aber nicht gleich auf Jahrzehnte viel Geld mit hohen Nebenkosten investieren möchtest, wären vielleicht Immobilieninvestmentfonds ideal für dich. Du kaufst dabei Anteile eines Investmentfonds, der direkt Immobilien bewirtschaftet. Du kannst dir dabei aussuchen, ob diese Immobilien auf Wohnen oder für Gewerbebetriebe ausgelegt sind. Natürlich gibt es auch Mischformen sowie dezidiert nachhaltige Immobilienfonds. 

Immobilienfonds kannst du bereits ab € 2.000,- erwerben. Sie sind auch wesentlich liquider als direkte Immobilieninvestments.


Vorsorge bedeutet aber auch Absicherung

 

Was passiert, wenn etwas passiert? Manche Ereignisse treffen uns unerwartet und wie ein Schlag ins Gesicht.

Absicherungen sollten Teil jedes längerfristigen Vorsorgekonzepts sein. Diese basieren meist auf regelmäßigen Sparsummen, die vom laufenden Einkommen bedient werden. Sollte dieses Einkommen nun wegfallen, so bricht meist auch das Vorsorgekonzept zusammen.

Dies gilt im übrigen nicht nur für private Vorsorgekonzepte, denn auch die staatliche Pension hängt von den Beiträgen zum Pensionskonto, also vom Einkommen, ab. 

Vielfach gehen die Menschen in Österreich davon aus, dass sie so gut wie für alle Vorfälle vom Staat abgesichert wären, schließlich gibt es eine Gesundheitskasse, eine Unfallversicherungsanstalt und eine Pensionsversicherung. Gemeinsam ist diesen allen das österreichische Sozialversicherungsgesetz, das wohl generell eine der besten Absicherungen weltweit bietet, doch noch immer wesentliche Lücken aufweist. So gilt beispielsweise: "Die Krankenbehandlung muß ausreichend und zweckmäßig sein, sie darf jedoch das Maß des Notwendigen nicht überschreiten", in der Unfallversicherung wird nur bei Arbeitsunfällen (also für Kinder gar nicht) geleistet und für eine staatliche Berufsunfähigkeitspension muss man schon wirklich schwer bedient sein, sonst könnte man auf eine andere Arbeitstätigkeit verwiesen werden, egal ob man dort gebraucht wird oder nicht.


Unfallversicherung

 

Die Unfallversicherung gehört zu den Basisabsicherungen.

Sie deckt grundsätzlich das Risiko von Invalidität durch Unfall ab, rund um die Uhr, weltweit. 

Gerade bei hohen Invaliditätsgraden ist der sofortige Geldbedarf für Rollstuhl, behindertengerechten Umbau der Wohnung bzw. des Hauses, möglicherweise Adaptierung eines Autos usw. sehr hoch. Deswegen steigen die Leistungen der Unfallversicherung mit der Höhe des Invaliditätsgrades (Progression).

Eine gute Unfallversicherung deckt aber auch die Kosten einer Bergung, einer Heilbehandlung sowie der Heilbehelfe nach Unfällen. Meist sind auch Todesfälle oder auch Knochenbrüche gedeckt.


Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Die Berufsunfähigkeitsversicherungen ist quasi die Kasko-Versicherung für deinen Körper.

Sie soll dein Einkommen durch die Zahlung einer Rente ersetzen bzw. ergänzen, wenn du zu mehr als 50% deine letzte Tätigkeit nicht mehr ausüben kannst. Und zwar egal, ob wegen eines Unfall, wegen Krankheit oder Kräfteverfalls. Im Gegensatz zur Sozialversicherung verweisen gute BU-Versicherer auch nicht auf andere Tätigkeiten.

Immer wieder höre ich das Argument, dass Berufsunfähigkeitsversicherungen teuer wären. Nun das hängt von einigen Faktoren ab, die das Risiko bestimmen: Alter, Gesundheitszustand, Beruf, Rentenhöhe, Dauer der Versicherung usw. Das relativiert sich doch dann meist sehr rasch, wenn ich das Risiko (jede/r 4. muss vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden!), die möglichen Leistungen (rechne einmal dein Lebenseinkommen aus, d.h. dein mtl. Einkommen x 14 x Arbeitsjahre...) und die Prämien gegenüberstelle, v.a. jenen der erwähnten Kasko-Versicherung fürs Auto. Und letztlich gehört zu einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung eine kompetente Berechnung der nötigen Rente und ein umfassender Vergleich der Anbieter...


Ablebensversicherung

 

Die Ablebensversicherung schützt deine Hinterbliebenen.

Sie bezahlt nur im Falle des Todes des Versicherten die vereinbarte Versicherungssumme.

Dies macht idR. erst dann Sinn, wenn du 

  • die Haupteinkommensquelle deiner Familie bist und/oder

  • eine Immobilie finanziert hast und/oder

  • jemanden absichern möchtest, die/der nicht erbberechtigt ist (Patchworkfamilien etc.).

Die reine Ablebensversicherung wird für eine bestimmte Zeit abgeschlossen. Tritt der Versicherungsfall (Tod der versicherten Person) nicht ein, gibt es keinerlei Auszahlungen, Rückzahlungen o.Ä.

Auch diese vermeintlich simple Versicherung hat so manche Gestaltungsmöglichkeiten, die am besten mit einem Profi besprochen werden sollten...


private Krankenzusatzversicherung

 

Die private Krankenversicherung sorgt für rasche Termine und die besten Ärzte und Spitäler.

Es gibt sie für verschiedene Bereiche

  • ambulant (Privatärzte)

  • stationär (Sonderklasse)

  • Zahnbehandlungen 

  • Reise

jeweils in vielen möglichen Kombinationen, mit oder ohne Selbstbehalte, mit Ausschnitts- und Sonderdeckungen u.v.a.m.

Die private Krankenversicherung sollte daher stets sorgfältig besprochen werden...


Vorsorge bedeutet letztlich auch Vertretungsplanung und Vermögensübergabe

 

Vieles läuft nicht immer nach Plan, doch leider machen sich die wenigsten rechtzeitig Gedanken darüber. Von der Patientenverfügung, über die Vorsorgevollmacht bis hin zum Testament oder dem 'digitalen Fußabdruck' gibt es dabei einiges zu bedenken - am besten rechtzeitig und selbstbestimmt. So kann eine Einflussnahme durch Gerichte größtmöglich ausgeschlossen werden. Vorhandenes Vermögen soll gezielt und steuergünstig übergeben werden können. Die Themen Erben und Schenken sind daher elementare Bestandteile jeder Nachlassplanung. Bitte all diese Themen immer auch mit einem Rechtsanwalt bzw. Notar erörtern!


Patientenverfügung

 

Mit einer Patientenverfügung kannst du vorab entscheiden, dass bestimmte medizinische Behandlungen unterbleiben sollen, wenn du selbst nicht mehr entscheidungsfähig (z.B. bewusstlos) sein solltest.


Vorsorgevollmacht

 

Mit einer Vorsorgevollmacht kannst du frei bestimmen, wer im Falle deiner Geschäftsunfähigkeit einzelne Angelegenheiten oder Kreise von Angelegenheiten für dich regeln soll. Beispiele reichen dabei von Bankgeschäften, der Vertretung vor Behörden (Entgegennahme eines Rsa-Briefes) oder auch, wie deine Pflege geregelt werden, was mit deinem Auto geschehen soll etc.

Wenn keine Vorsorgevollmacht vorliegt, sieht das Gesetz unterschiedliche Grade der Erwachsenenvertretung vor. Diese reicht von der gewählten über die gesetzliche bis zur gerichtlichen Erwachsenenvertretung.


Schenkung

 

Die Erbfolge kann durch Rechtsgeschäfte unter Lebenden vorweggenommen werden. So kannst du möglicherweise Erbstreitigkeiten vermeiden oder Familienbesitz erhalten. Je nach Vermögenswert und Höhe der Schenkungen gibt es unterschiedliche Anzeige- bzw. Steuerpflichten.


Testament

 

Wenn du die Verteilung deines Nachlasses nicht nach österreichischem Recht (Parentele bzw. Ehepartner), sondern individuell gestalten möchtest, kannst du in einem Testament regeln, wie und auf wen dieser übergehen soll. 


Digitaler Fußabdruck

 

Unsere Kommunikation wird immer digitaler: E-Mail, Social Media aber auch eBanking, FinanzOnline oder Handysignatur. Was passiert, wenn dir etwas zustößt? Wer überweist elektronische Rechnungen? Sollen deine Accounts gesperrt oder gar gelöscht werden? Wer kennt deine wichtigsten Zugangsdaten? Alles Fragen, die du am besten beantwortest, bevor etwas passiert.