Nachhaltige Investments

 

Schaffe Mehrwert für dich, Gesellschaft und Umwelt.

CO2 einsparen, alternative Energien fördern sowie Kinderarbeit verringern und dabei finanziell profitieren, geht das?

Ja, das geht!

Eine ökologisch nachhaltige Investition in der EU trägt daher wesentlich zu einem oder mehreren von sechs Umweltzielen bei und beeinträchtigt auch kein anderes erheblich! Die DNSH-Regel (Do No Significant Harm) wurde für den Umweltbereich schon in Kraft gesetzt. ‚Wesentlich‘ wird in der sog. ‚Taxonomie‘ definiert.

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Genaue EU-Definitionen von Zielen in den Bereichen ‚Social‘ und ‚Governance‘ für mehr Klarheit sind in Arbeit.

In der Zwischenzeit müssen wir uns an den 17 Social Development Goals der UNO (SDGs) orientieren…

 
Boom bei nachhaltigen Investments

Einen regelrechten Boom nachhaltiger Investments belegen auch die jüngsten Daten: österreichische Privatanleger verdreifachten ihr Kapital in dieser Anlageklasse nahezu innerhalb von zwei Jahren – Tendenz weiterhin stark steigend. Eine aktuelle Studie ergab, dass der Anteil der institutionellen Investoren, die das Risiko des Klimawandels berücksichtigen im letzten Jahr von 14 auf 54 Prozent gestiegen ist.

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Der Begriff 'Nachhaltigkeit'

‚Nachhaltigkeit‘ wird heutzutage sehr oft und in vielen verschiedenen Kontexten verwendet, bietet dabei viel Spielraum für Interpretation und damit leider auch für Missverständnisse. Hans Carl von Carlowitz, ein Oberberghauptmann des deutschen Erzgebirges, grübelte über die ‚Holznot‘ in weiten Teilen Europas im 18. Jahrhundert. Er brachte es auf einen einfachen Nenner: Wer enten will, muss (genügend) säen! Damit wurde ‚Nachhaltigkeit‘ zu einem wesentlichen Begriff der Ökologie und in Folge des Umweltschutzes.

 

Wie Sie schon am Kürzel ESG erkennen können, ist bei nachhaltigen Investments der Begriff wesentlich weiter gefasst, eher im Sinne von ‚generationengerecht‘ zu verstehen und beinhaltet neben ökologischen auch soziale und ökonomische Aspekte. Dahinter steckt der Wunsch vieler Anleger, neben Renditegesichtspunkten mit ihrem Kapital auch etwas Gutes zu tun. Beides schließt sich nämlich keineswegs aus, sondern geht oft Hand in Hand.

 

Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Analysen hat die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und Unternehmenserfolg untersucht. Das Ergebnis ist, dass sauber definierte ESG-Standards den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens positiv beeinflussen und die Finanzierungskosten senken. So sind etwa die Risiken eines kostenträchtigen Umweltskandals bei einem ESG-konformen Unternehmen wesentlich geringer. Und wer die Arbeitsbedingungen verbessert, dem ist ein guter Ruf bei MitarbeiterInnen und Kunden*innen fast sicher - meist mit positiven Auswirkungen auf die langfristige Geschäftsentwicklung.

 

Vielen Menschen reicht diese grobe Definition, doch andere möchten mit ihrem Geld noch etwas mehr bewirken, z.B. Kohleinvestitionen vermeiden, Solarenergie fördern, die Gleichstellung von Frauen unterstützen oder auch Kinderarbeit beenden. Interessierte sollten etwas genauer hinsehen, denn sonst könnte die Enttäuschung groß sein. Leider ist auch die Orientierung in diesem Investmentbereich nicht ganz einfach, da unzählige Kürzel verwendet werden, die Zusammenhänge globaler, regionaler und lokaler Initiativen nur schwer fassbar sind und letztlich etliche Anbieter ihren herkömmlichen Finanzprodukten lediglich einen grünen Anstrich verpassen (‚Greenwashing‘) und diese als nachhaltige Investments verkaufen.

 

Vom privaten Finanzvermögen weltweit idHv. $ 226 Bio. = $ 226.000 Mrd. verwalten institutionelle Investoren (v.a. Investmentfonds, Pensionskassen und Versicherungen) etwa $ 127 Bio. also rd. 50%. Dies unterstreicht die Bedeutung der Finanzwirtschaft bei der Unterstützung des ökologischen Wandels.

 

Nachhaltige Aktieninvestments können die CO2-Emissionen gegenüber konventionellen Aktieninvestments um bis zu 67% oder 120 Tonnen pro $-Mio. Umsatz reduzieren!

Mehr zur Wirkung von Nachhaltigen Investments.

 
Definition von nachhaltigen Investments

Die Europäische Union hat auf Basis der Nachhaltigkeitsziele der UNO (SDGs - Social Development Goals) im Dezember 2019 eine Investition als nachhaltig definiert, die:

  • zu einem Umweltziel (E‘ für Environmental)

Umweltverträglichkeit bezieht sich nicht nur auf den CO2-Ausstoß, sondern auch auf Gewässerschutz, Artenschutz, Abfallentsorgung, Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft etc.
SDGs 6, 11, 12, 12, 14, 15 und 17

oder

  • zu einem sozialen Ziel (S‘ für Social)

dem Umgang mit der Umgebung, mit den MitarbeiterInnen, Gemeinschaften (z.B. Splittermunition) und mit öffentlichen Stellen (Korruption usw.)
SDGs 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 17

beiträgt

UND

  • jene Unternehmen bzw. Staaten, in die investiert wird, dabei eine verantwortungsvolle Unternehmens- bzw. Staatsführung ('G' wie Governance) aufweisen.

Hier geht es um interne Kriterien: Solide Managementstrukturen, Vorstandsgehälter, Rechte der Minderheitsaktionäre und Arbeitnehmer aber auch Steuerehrlichkeit und -zahlungen. 
SDGs 9, 16 und 17

ESG-Investments bringen Nachhaltigkeit ins Portfolio, ohne dass du als Anleger deswegen auf Rendite verzichten musst. Der Kampf gegen die Klimakrise ist nicht nur eine Frage der Politik bzw. Regierungen, sondern auch jeder/s Einzelnen und unser aller Ersparnisse.